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ATLAS steht für „Automatisiertes Tarif- und Lokales Zoll-Abwicklungssystem“. Durch die Einführung dieses automatisierten Verfahrens erhofft sich der Zoll eine beschleunigte und vereinfachte Zollabwicklung, etwa für Einführungsbescheide. Hierbei werden das bislang gebräuchliche Papierformat durch das elektronische Edifact-Format ersetzt.
Durch die zentrale Speicherung der Anmeldedaten stehen diese Daten allen beteiligten Ämtern und Institutionen, wie z. B. Zoll- und Hauptzollämtern, zur Verfügung. ATLAS ermöglicht zudem durch die regelmäßige Übermittlung von Daten an das Statistische Bundesamt. Das Statistische Bundesamt lässt diese Daten in die Ermittlung der Außenhandelsstatistik einfließen.
ATLAS ermöglicht es den Unternehmen, auf verschiedene Anbindungsmöglichkeiten zurückzugreifen. Zum einen besteht für Unternehmen mit hohem Exportaufkommen die Möglichkeit, durch den Einsatz zusätzlicher Software an das System angebunden zu werden. Es gibt bereits Lösungen, welche eine direkte Anbindung an die Buchhaltung und einen Compliance Test in vorgelagerten Prozessen ermöglichen. Um dieses Verfahren zu nutzen, benötigen die Unternehmen eine Zollnummer, welche die Kommunikation zwischen der Unternehmenssoftware und ATLAS ermöglicht. Diese Zollnummer erhält man beim „IWM Zoll“ (Informations- und Wissensmanagement Zoll) in Dresden.
Eine kostengünstigere Lösung für Unternehmen mit eher geringem Exportanteil bietet die Möglichkeit der ASP-basierten (Application Service Provider) Lösung mit zwischengeschalteten Dienstleistern. Hierbei ist eine Anbindung an ATLAS via Internet möglich, welche jedoch den Erwerb einer Nutzungslizenz voraussetzt. Eine Zollnummer ist hierbei nicht erforderlich.
Eine weitere Möglichkeit bietet der Zoll direkt über eine Homepage an. Unter www.ausfuhr.internetzollanmeldung.de können Unternehmen ihre Ausfuhranmeldungen direkt beantragen. Eine Zollnummer wird auch hier nicht benötigt.